Zwei-Brücken-Walk: Die Ruhe vor dem Sturm

Helau! Es ist Fastnacht in Meenz und auch ich gehe heute Abend feiern. Doch vorher brauche ich ein Kontrast-Programm. Über die Eisenbahnbrücke am Zollhafen laufe ich uff die ebsch Seit (ohje ich bin schon Fastnachts-infiziert :D), flaniere am schönen Rhein von Amöneburg bis nach Kastel und erreiche in der Mainzer Altstadt wieder rheinland-pfälzischen Boden.

Warm und kalt, hell und dunkel, Mann und Frau, (…). Unsere Welt ist voller Gegensätze. Natürlich gibt es dazwischen viele Facetten, doch letzten Endes hat die Medaille immer zwei Seiten. Daran musste ich denken als ich zu meinem Zwei-Brücken-Walk aufbrach. Denn als ich in der Mainzer Neustadt auf die Straße trat, wurde ich erstmal von den Trompeten und Trommeln eines ein paar Straßen entfernten Fastnachtsumzug begrüßt. Wie schon erwähnt, gehe ich gerne an Fastnacht weg. Das Verkleiden, Tanzen, der Spaß mit Freunden – all das gefällt mir. Und doch kann ich es nur genießen, wenn ich dazu auch den Gegensatz habe: Ruhe, frische Luft, Natur. Und auch sonst im Leben empfinde ich den Ausgleich als wohltuend und gesund. Nach einer intensiven Zeit mit dem Freund, ist es schön ein bisschen alleine zu sein. Nach einem arbeitsreichen Tag, ist die Couch der beste Freund und nach einem Ausflug in die Natur weiß man die Ausgehmöglichkeiten der Stadt wieder zu schätzen. Ein Hoch aufs Kontrastpogramm.

btyWährend ich über die Eisenbahnbrücke laufe, entscheide ich mich für Musik in den Ohren. Als ich unbewusst anfange mitzusingen (nein, keine Fastnachslieder 😉 ), erinnere ich mich an einen Artikel, in dem die heilsame Kraft des Singens gepriesen wurde. „Oh Gott, singen. Das kann ich nun wirklich gar nicht“, magst du dir jetzt vielleicht denken. Tja. Ich auch nicht. Aber es tut tatsächlich gut singend meines Weges zu gehen. Und da die meisten Menschen scheinbar auf dem Fastnachsumzug anstatt auf der Eisenbahnbrücke sind, hört mich ohnehin niemand. 😉

btyMeine Stimmung ist bestens und ich mache einen Zwischenstopp am Rheinufer bei Kastel. Über einen kleinen Pfad durch Bäume und Gestrüpp kommt man ganz nah ans Wasser. Hier bin ich total gerne. Denn obwohl es so nah an der Stadt ist, hat man hier das Gefühl mitten in der Natur zu sein. Ich laufe weiter in Richtung Theodor-Heuss-Brücke, die mich wieder auf die Meenzer Seite bringt.

So langsam kriege ich Hunger und bin bereit für den Fastnachts-Wahnsinn. Gleich schmeiße ich mich in mein Kostüm – falls du die böse Königin aus Alice im Wunderland siehst – das bin ich. 😉

Eckdaten:

  • Ort: Mainz / Amöneburg / Kastel
  • Länge: circa 7 km

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