Shoppen im eigenen Kleiderschrank

Durch Klamottenläden zu bummeln macht den meisten von uns Spaß. Ein neues Kleidungsstück gibt uns – zumindest kurzzeitig – ein gutes Gefühl. Es unterstreicht die eigene Persönlichkeit und passt wohlmöglich noch perfekt zu einem anderen Teil, das man schon hat. Wie wäre es denn mal mit einer Shoppingtour im eigenen Kleiderschrank?

Zurzeit haben die Geschäfte ohnehin geschlossen. Doch es gibt noch ein paar weitere positive Aspekte, mal in seiner „eigenen kleinen Boutique“ zu stöbern. Denn in deinem persönlichen Klamottenladen sollte es natürlich nur Teile gebe, die du total gerne magst.

Um diesem Ideal näher zu kommen, nimmst du dir am besten mal an einem verregneten Tag einen Nachmittag Zeit und gehst wie folgt vor: Räume all deine Klamotten aus deinem Schrank und lege sie aufs Bett. Dann schaust du welche Teile du im Geschäft (wieder) kaufen würdest. Diese hängst du zurück in den Schrank. Wenn du dir bei manchen Kleidungsstücken nicht ganz sicher bist, frage dich, wann du es das letzte Mal anhattest und ob du es wirklich gerne trägst. Sei ehrlich zu dir selbst. Was dich nicht glücklich macht, kommt auf den Aussortierhaufen.

Wenn es dir leichter fällt, kannst du die aussortierten Sachen anschließend auch erstmal in einem Sack im Keller aufbewahren. Wichtig ist dabei nur, nach einer Zeit X (z.B. 8 Wochen), den Sack dann auch wirklich wegzugeben. 😉 Wenn du Altes, was du weder brauchst, noch wirklich gerne magst, loslässt, kannst du den Kleidungsstücken, die du behältst mit viel mehr Wertschätzung entgegen treten. Du hast einen besseren Überblick, welche Teile du überhaupt besitzt und kannst sie dadurch auch besser kombinieren. Außerdem brauchst du wahrscheinlich weniger Zeit, um zu entscheiden, was du anziehst, weil es ja alles Lieblingsteile sind. 🙂

Es gibt verschiedene Minimalismus-Gurus, die einem von A bis Z erklären, wie man seinen Schrank sortieren sollte, wie man die Kleidung falten soll, usw. Ich persönlich halte davon nicht viel. Jeder hat andere Schränke oder Aufbewahrungssysteme und sollte das einfach so machen, wie es sich für sie/ihn richtig anfühlt. Ich habe irgendwann meinen großen unübersichtlichen Schrank gegen einfache Kleiderstangen und eine Kommode getauscht. Die Kleidungsstücke, die nicht der aktuellen Jahreszeit entsprechen habe ich in einer Schublade unter dem Bett. Das ist für mich eine super Lösung, da ich immer einen guten Überblick über meine Klamotten habe und nichts irgendwo reinstopfe.

Wenn ich über Minimalismus schreibe, ist mir eines wichtig: Für mich geht es dabei weder um Perfektion, noch um ein durchdesigntes Leben. Es geht um die Wertschätzung der Dinge, die man wirklich gerne mag. Und das, was man gehen lässt, macht vielleicht noch jemand anderen glücklich.

Denn die aussortierten Kleidungsstücke kannst du entweder an Freunde verschenken, sie bei vinted oder ebay Kleinanzeigen verkaufen oder du spendest sie an eine soziale Einrichtung. Was wirklich alt und kaputt ist, darf natürlich auch mal in die Tonne.

Klingt nach viel Arbeit? Joa, am Anfang ist es das. Aber man wird durch das schöne Erlebnis belohnt, jetzt jeden Morgen in der eigenen Boutique seine Lieblingsteile „shoppen“ zu können. 🙂

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