Palmengarten – ja, du bist es wert!

Ob ich über den Besuch des Palmengartens in Frankfurt überhaupt etwas schreiben möchte, war ich mir bis eben gar nicht sicher. Der Grund dafür: Lasse ich einen Besuch in einem botanischen Garten als Mikroabenteuer durchgehen oder ist er nicht der Rede wert?

Diese Überlegung ließ mich selbst innerlich aufhorchen… Wie oft ordnen wir unsere Gedanken, Gefühle und Empfindungen in Kategorien ein? Fein säuberlich sortieren wir alles in eine dafür vorgesehene Schublade. Das ist uns meistens nicht einmal bewusst. Schubladen-Denken hat ja nun wirklich keinen guten Ruf. Dennoch machen wir es alle, denn es erleichtert uns das Leben ungemein. Und das ist vollkommen in Ordnung! Warum soll man sich das Leben unnötig schwer machen?

Allerdings ist es besser, wenn man sich öfter mal bewusst macht, dass man nach einem bestimmten Schema vorgeht. Dann ist man freier in seinen Handlungen und versteht selbst besser, warum man sich so oder so entscheidet. Mir wurde dadurch bewusst: Ein Mikroabenteuer bedeutet für mich nicht, dass es von außen betrachtet bestimmte Kriterien erfüllen muss, sondern das Abenteuer entsteht in mir selbst. Entdecke ich während der Aktivität Neues – vielleicht sogar Neues in mir? Trägt es dazu bei, dass ich eine andere Sicht auf was auch immer einnehmen kann? Lässt es mich vielleicht auch einfach „nur“ verbunden mit mir selbst und meiner Umwelt fühlen? Dann ist es definitiv abenteuerlicher als unser Alltag die meiste Zeit ist und ja, das ist wertvoll.

Der Nachmittag im Palmengarten Frankfurt hat mich bewusst im hier und jetzt sein lassen. Es gibt so viele wunderbare Pflanzen, aus zig verschiedenen Ländern und Klimazonen zu sehen, dass ich mich rundum wohl und erfüllt gefühlt habe. Es hat mir vor Augen gefühlt, wie unfassbar vielseitig unsere Welt ist und, dass es für jede Klimazone und Umgebung Pflanzen und Lebewesen gibt, die sich dort wohlfühlen. Für jeden gibt es die passende Umgebung. Was auf uns Menschen bezogen, bedeutet: Wenn du dich in einem Lebensbereich nicht wohlfühlst, sei es mit bestimmten Menschen, deinem Job oder einem Hobby – dann ist es einfach nicht deine passende Umgebung. Aber es gibt sie auf jeden Fall für dich, horche einfach öfter mal in dich rein: Was fühlst du? Was tut dir gut? Bei welchen Menschen freut sich dein Herz? Zum in sich reinhorchen eignet sich zum Beispiel wunderbar der Palmengarten in Frankfurt. 🙂

Paddeln auf der Lahn: von Roth nach Lollar

Der Plan, den wir für dieses Mikroabenteuer geschmiedet haben, war schon etwas für fortgeschrittene Mikroabenteurer 😉 Mit dem Auto fuhren wir zwei aufblasbare Kanus an eine Stelle an der Lahn bei Roth in der Nähe von Marburg, von der aus wir lospaddeln wollten. Das Auto stellten wir bei Lollar ab, luden die Fahrräder ab, fuhren dann mit den Fahrrädern zu den Kanus, um von dort aus lospaddeln zu können. Nach den rund acht Kilometern Paddelspaß wollten wir dann die Fahrräder wieder mit dem Auto abholen. Glasklarer Plan. Los geht’s. 😉

Als wir mit dem Fahrrad vom Auto zu den Kanus fuhren wurde uns erstmals klar, dass das eine ganz schön lange Strecke ist, die wir da vorhatten zu paddeln. Aber hey, die Strömung wird uns schon treiben, alles fein, dachten wir uns. Das zweite Mal, dass uns klar wurde, dass es eine verdaaaammt lange Strecke ist, die wir da vor haben zu paddeln war, als wir bereits nach den ersten Metern das Kanu mehrmals tragen mussten, weil durch die Trockenheit nicht ausreichend Wasser vorhanden war. In den nächsten Stunden wechselten sich immer kurze Paddel-Episoden mit dem schnellen Aussteigen und durch den Fluss wandern ab. Bei über 30 Grad war das aber kein Problem und machte auch viel Spaß. Außerdem tut es mir immer richtig gut mit solch grundlegenden Dingen beschäftigt zu sein, wie: Wo kann ich meinen nächsten Schritt hinsetzen ohne auszurutschen, mit dem Paddel vorausschauend zu messen wo das Wasser tief genug ist und sich mit dem Paddel-Buddy abzustimmen. Meist war die Lahn sehr ruhig, aber es gab auch ein paar richtig brenzlige Stellen. An einer drehte sich unser Kanu auf einmal um und wir fuhren ein gutes Stück ohne Kontrolle einfach rückwärts. Wie bei den Teufelsfässern im Holliday Park 😉

Die Stelle, an der wir das Auto abgestellt hatten, konnten wir uns merken, weil dort ein blaues Seil von einem Baum hing. Irgendwann wurde es Abend und damit auch kühler und die Arme schwerer. Doch keine Sicht von dem blauen Seil. Laut google maps mussten wir ganz in der Nähe sein, doch es zog sich wie Kaugummi. Nach jeder Kurve vermuteten wir den Endpunkt, doch es folgten noch sehr viele Kurven. 😉 Als wir gegen 21 Uhr (um 13 Uhr waren wir los gefahren 😉 ) das Seil erspähten war die Freude riesig. Unser Fazit: Paddeln ist bei heißen Temperaturen grandios! Aber beim nächsten Mal wird’s eine kürzere Strecke 😉

Eckdaten:

  • Paddel-Tour mit aufblasbaren Kanus
  • Länge: circa 8 Kilometer

Neue Wege gehen

Ich habe das Glück zu Fuß zur Arbeit gehen zu können. Ein zehnmütiger Spaziergang liegt zwischen meiner Arbeits- und Freizeit. Das ist echte Lebensqualität und tut nicht nur meinem Körper gut, sondern sorgt auch für mehr Zufrieden- und Ausgeglichenheit. In letzter Zeit laufe ich immer mal einen „Umweg“. Wenn es ein recht angenehmer Untergrund ist, sogar barfuß. 😉

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An irgendeinem Tag wird die Welt unter gehen, doch an allen andern Tagen halt nicht…

…An irgendeinem Tag ist das alles vorbei, aber jetzt ist noch nicht Schicht. Irgendwann geh’n irgendwie die Lichter aus. Und bis dahin machen wir das Beste draus… (Kapelle Petra) Seit der letzten Aktualisierung der Corona-Verordnung ist meine Welt wieder ein Stück mehr in Ordnung. Bis zu zehn Menschen dürfen sich nun treffen. Ein zaghaftes Begrüßen der Freiheit! Vorbei die Zeiten in denen man sich entscheiden musste mit wem man sich trifft und auch essen/trinken gehen ist – zwar mit Einschränkungen – aber immerhin wieder möglich.

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„Life is what happens while you’re busy making other plans“

Dieses Zitat von John Lennon beschreibt den heutigen Tag sehr treffend. Denn wir waren fast auf „Deutschlands schönster Hängebrücke“, haben fast die Burg Eltz besichtigt und das Wetter war fast so schön wie gemeldet. Mein Stück Erdbeerkuchen im beschaulichen Münstermaifeld habe ich dafür aber ganz aufgegessen. 😉

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Rheinsteig-Wanderung: die Umgebung mit den Augen eines Touris sehen

Wenn man verreist, hat man seine Kamera immer griffbereit. Überall entdeckt man Neues und die Umgebung ist einfach etwas Besonderes. Während wir den Rheinsteig von Kaub nach Lorch wandern, kann ich sehen, was die Touris sehen, wenn sie zu uns kommen: eine atemberaubende Landschaft, die viele Überraschungen bereit hält.

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Ein Nachmittag im Rabengrund

…macht rundum glücklich und gesund! 😉 In diesem Wiesbadener Naturschutzgebiet kann man auf naturbelassenen Wiesen chillen, an plätschernden Bachläufen entlang spazieren oder einfach dem Vogelgezwitscher lauschen. Es fühlt sich friedlich an, hier Zeit zu verbringen. Und ganz nebenbei vergisst man seine To Do-Liste im Kopf und genießt einfach, was ist. 

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Zur Familie radeln: 40 km durch Rheinhessen

Von Mainz über Bingen ins rheinhessische Grolsheim – diese rund 40 kilometerlange Tour fahre ich am Rhein entlang, vorbei an Wiesen und Feldern. Und meine Tour hat ein Ziel: den Besuch bei meinen Eltern.                                                                                                                                                                      

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Rotenfels: die höchste Felswand zwischen Alpen & Skandinavien

Verreisen ist durch Corona in weite Ferne gerückt. Wann es wieder möglich ist, ist ungewiss. Was bleibt ist das Hier und Jetzt und die Welt vor unserer Haustür. Und hier lauern so viele Schätze, dass es fast schon an Wahnsinn grenzt, dass man Tausende von Kilometern fliegt um die Schönheit dieser Welt zu sehen, obwohl man die Superlativen in unmittelbarer Umgebung noch nicht alle erforscht hat. Wie etwa der Rotenfels – die höchste Felswand zwischen den Alpen und Skandinavien.

 

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Wanderung zum Schläferskopf

Ein Bilderbuchwald, Rapsfelder, Quellwasser, entwurzelte Bäume – eine Wanderung zum Schläferskopf lohnt sich, denn es gibt einiges zu entdecken. Von Wiesbaden aus erreicht man den 454 Meter hohen Berggipfel in rund zwei Stunden – je nachdem welchen Weg man einschlägt (wir nutzen google maps und die Beschilderung).                            

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